
Holz & Hanf
Die Kiefer
Kurzporträt – Unsere heimische Brandenburger Kiefer
Die Wald- bzw. Brandenburger Kiefer (Pinus sylvestris) bildet den natürlichen Rahmen für unsere Rundhäuser: robust, regional und ökologisch wertvoll.
Herkunft & Verbreitung
Von Brandenburgs Sandböden bis hinauf nach Skandinavien prägt die Kiefer weite Landstriche Europas. Sie gedeiht auf mageren, trockenen Böden, trotzt Frost wie Hitze und ist damit der ideale Zukunftsbaum in Zeiten des Klimawandels.
Tradition & Nutzung
Neben der Verwendung als Bauholz spielte die Kiefer traditionell eine vielseitige Rolle. Sie lieferte Kienspäne als Lichtquelle sowie Harz, das unter anderem für Pech, Terpentin und Harzöle genutzt wurde.


Erkennungsmerkmale
- rötlich-braune, schuppenartige und leicht spiegelnde Rinde im oberen Stammbereich
- blau- bis gelbgrüne Nadeln, paarweise angeordnet (2er-Bündel), 3–7 cm lang
- schirmförmige, locker aufgebaute Krone
- Wuchshöhe bis ca. 35 Meter
- kann bis zu 800 Jahre alt werden
Ökologische Stärken
- Lichtbaumart & Pionierpflanze: besiedelt Rohböden, schafft Lebensraum für weitere Arten.
- Feuerresistent: dicke Borke schützt vor Bodenbränden; Brände regen sogar das Nährstoffangebot an.
- Anpassungsfähig: Pfahl-, Herz- oder Flachwurzler – je nach Standort.


Holzeigenschaften
Harzreich, warm gelblich bis leicht rötlich, formstabil – ideal für tragende Konstruktionen, Fußböden, Fenster, Möbel und Außenverkleidungen. Die gute Dauerhaftigkeit und das geringe Verformungsrisiko machen Kiefernholz seit Jahrhunderten zu einem der gefragtesten Bau- und Werkhölzer.
Warum wir Kiefer verwenden
- Regionalität: kurze Transportwege, Unterstützung heimischer Forstwirtschaft.
- Nachhaltigkeit: zertifizierte Herkunft, klimastabile Baumart.
- Ästhetik: lebendige Maserung und dezenter Nadelduft halten das Naturerlebnis im Haus lebendig.
Fazit: Die Brandenburger Kiefer verbindet Tradition, ökologische Verantwortung und zeitgemäßes Bauen – eine Holzart, die perfekt zu unseren ganzheitlich gedachten Rundhäusern passt.
Die Douglasie
Die Douglasie ist ein besonders widerstandsfähiges Nadelholz, das ursprünglich aus Nordamerika stammt und heute auch in Europa heimisch ist. Sie wird wegen ihrer Langlebigkeit und Vielseitigkeit geschätzt – vor allem im Außenbereich.
Ihr rötlich-gelbes bis rötlich-braunes Kernholz ist robust, formstabil und weist eine charaktervolle Maserung auf.
- sehr gute Witterungsbeständigkeit (Dauerhaftigkeitsklasse III–IV)
- ideal für Fassaden, Terrassen, Dachkonstruktionen und Fensterrahmen
- mittelhartes Holz, gut zu bearbeiten
- geringe Neigung zu Verzug
- edle Optik mit lebendiger Struktur
Dank dieser Eigenschaften eignet sich Douglasienholz hervorragend für den Einsatz in natürlich belüfteten Außenwänden – wie bei unserem Rundhaus. Es vereint ästhetische Qualität mit hoher Funktionalität und ökologischer Verantwortung.

Der Hanf

Ökologischer Hanf
Hanf gilt als die älteste Kulturpflanze der Welt und besitzt großes Potenzial durch seine vielfältigen Einsatzbereiche für Nahrung, Medizin, Bekleidung, Baustoffe und technische Zwecke.
Die Hanfpflanze ist von Natur aus sehr widerstandsfähig, wenig anfällig für Schädlinge und kann in einer im Kreislauf geführten Landwirtschaft ohne Einsatz von mineralischen Stickstoffdüngern angebaut werden. Außerdem trägt der Anbau von Hanf wesentlich zu Bodengesundheit bei. Ein Haus könnte nahezu komplett aus Hanf bestehen – von Boden Dach- und Wandaufbauten über Farbe für die Wände, Plastik für die Rohre bis Hanfholz für Paket und Möbel. Leider fehlen dazu aber noch die entsprechenden Wertschöpfungsketten bzw. Produkte. Bisher sind für den Bausektor die Schäben und Fasern der Hanfpflanze interessant. Daraus entstehen ökologische Dämmstoffe, Dämmputze, Bodenschüttungen, Trittschall, Dichtbänder und vieles mehr.
Detaillierte Informationen finden Sie in der Online-Prospekt-Mappe: Zur Hanf Prospekt-Mappe
Bodenaufbau und CO₂-Bindung durch Hanf
Eine aktiv den Boden regenerierende Fruchtfolge wird mit dem Hanf besonders gefördert. Hanf nimmt besonders viel CO2 aus der Luft durch die Blattmasse auf. Durch Photosynthese und weitere biochemische Prozesse wird der Kohlenstoff über Wurzelausscheidungen dem Bodenleben zur Verfügung gestellt. Durch die biologische Aktivität des Bodens wird kohlenstoffhaltiger Humus gebildet. Hanf wird daher auch als Klimapflanze bezeichnet.
Die Wurzeln der Hanfpflanze wachsen sehr tief ( 1-2m!) und fördern somit die Bodenstruktur. Ziel ist es, mithilfe des Hanfs auch auf sandigen, mageren Standorten sukzessive den Boden zu verbessern, d.h. die Bodenfruchtbarkeit und Wasserhaltefähigkeit zu steigern.

Hanfdämmwolle / Stopfhanf



Hanfdämmwolle ist eine gute Wahl für alle, die einen natürlichen, nachhaltigen und effektiven Dämmstoff suchen. Sie bietet eine gute Wärmedämmung, einen hohen Schallschutz und ist diffusionsoffen.
Hanfdämmwolle wird aus Hanffasern hergestellt. Die Stängel der Hanfpflanze werden bei der Ernte gehäckselt. Die Fasern sind dann noch vermischt mit den holzigen Stängelbestandteilen, den Hanfschäben. Fasern und Schäben werden maschinell mit einer so genannten Kammschüttel getrennt. Durch die Art der Bearbeitung wird die Hanffaser bereits vorkonditioniert. Dies ergibt eine baufertige Hanfdämmwolle, die direkt verarbeitet werden kann.
Hanfdämmwolle zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
- Wärmedämmung: Hanfdämmwolle hat einen mittleren Wärmeleitwert Lambda von 0,04 W/(mK). Das bedeutet, dass sie eine gute Wärmedämmung bietet und dazu beiträgt, Energiekosten zu sparen.
- Schallschutz: Hanfdämmwolle hat einen Schalldämmwert von 38 bis 65 dB. Das bedeutet, dass sie einen guten Schallschutz bietet und dazu beiträgt, Lärmbelastungen zu reduzieren.
- Diffusionsoffenheit: Hanfdämmwolle ist diffusionsoffen. Das bedeutet, dass sie Wasserdampf durchlässt. Dadurch wird Schimmelbildung verhindert und ein gesundes Raumklima gefördert.
- Ökologische Unbedenklichkeit: Hanfdämmwolle ist ein natürlicher und nachhaltiger Dämmstoff. Sie wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und ist recyclebar.
Hanfdämmwolle kann für die Wärmedämmung von Dächern, Wänden und Fassaden verwendet werden. Ebenso bei der energetischen Sanierung von Altbauten, hier ist zusätzlich die Feuchteregulierung von Vorteil. Sie ist auch für den Einsatz in Holzrahmenbau und Trockenbau geeignet.
Anwendung
Hanfdämmwolle wird per Hand in die vorbereitete Schalung gestopft. Auch in Ritzen, Fugen, Türöffnungen und Fensterlaibungen kann er gut eingearbeitet werden.
Mengenbedarf
50 kg/ cbm
Hanfschäben
Hanfschäben entstehen bei der Ernte und Weiterverarbeitung der Hanfpflanze: Bereits beim Erntevorgang werden die Stängel mechanisch aufgeschlossen. Dabei entsteht ein Gemisch aus Hanffasern (Hanfwolle) und dem holzigen Kern. In einem weiteren Schritt werden diese Bestandteile voneinander getrennt. Die so gewonnenen Hanfschäben werden anschließend als natürlicher, diffusionsoffener Baustoff mit guter Dämmwirkung und feuchteregulierenden Eigenschaften eingesetzt.


